Man hört immer wieder, dass Glühlampen keinen Elektrosmog und Energiesparlampen ganz viel Elektrosmog erzeugen. Das stimmt so nicht! Beim Betrieb von Glühlampen in einer herkömmlichen Leuchte entstehen elektrische und magnetische Wechselfelder. Bei Energiesparlampen (solchen mit EVG) entsteht zusätzlich ein hochferequentes Wechselfeld mit einer Frequenz von ca. 40 Kilohertz. Dafür ist jedoch auch das magnetische Wechselfeld geringer, da auch ein geringerer Strom fließt. Energiesparlampen haben also ein Strahlungsfeld mehr und dafür ein anderes reduziert.
Handy´s und Schnurlos-Telefone arbeiten im Gigahertzbereich. Das heißt diese hochfrequenten Wellen sind nur wenige Zentimeter, zum Beispiel ca. 20 cm, lang. Beim Durchdringen eines menschlichen Körpers können also mehrere Wellen im Menschenkörper vorhanden sein. Das bedeutet eine sehr starke Beeinflussung unseres Körpers bzw. der Körperzellen.
Die 40 Kilohertz von Energiesparlampen haben eine Wellenlänge von ca. 7000 Metern! Also kann auch immer nur ein sehr kleiner Anteil solch einer Welle beim Durchdringen in unseren Körper vorhanden sein. Daraus läßt sich eine viel geringere Beeinflussung unseres Körpers und der Zellen vermuten. Anders ausgedrückt: Diese niedrigen Frequenzen (40 khz) belasten unseren Körper längst nicht so stark wie die Gigahertzfrequenzen.
Deshalb frage ich mich: Ist es unter Berücksichtigung der o.g. Informationen nicht etwas übertrieben vor riesigen Elektrosmogbelastungen durch Energiesparlampen zu warnen? Vorsicht und überlegter Umgang mit elektrischen Geräten ist immer sinnvoll, panikmache ist jedoch nicht erforderlich.
Eine ausführlichere Beschreibung und Unterscheidung zum Elektrosmog lesen Sie in meinen Artikel “Elektrosmog und Licht im Alltag”.
Einer einfach Möglichkeit Elektrosmog zu reduzieren ist die Verwendung geschirmte Kabel und Mehrfachsteckdosen sowie geschirmter Leuchten. Damit können Sie in Ihrem unmittelbaren Umfeld schon eine deutliche Reduzierung erzielen. Sinnvoll ist der Einsatz geschirmter Produkte überall dort, wo Sie sich längere Zeit in der Nähe elektrischer Zuleitungen (z. B. auch Mehrfachsteckdosen unter dem Schreibtisch) oder Geräte aufhalten.
Jedoch auch bei einer nicht geschirmten Schreibtischleuchte mit Energiesparlampe brauchen Sie nicht überängstlich zu sein. Mit jedem Zentimeter mehr Abstand zum Körper verrringert sich die Stärke des Elektrosmogfeldes. Im Abstand einer Armlänge vom Kopf sind die hochfrequente Feld einer Energiesparlampe schon im erträglichen Maß. Eine Schreibtischleuchte mit Schukostecker und aus Metall strahlt dabei weniger als eine Leuchte aus Kunststoff oder nur mit Eurostecker (ohne Erdung).
Elektrosensible Menschen müssen jedoch besonders vorsichtig sein. Sie sind sehr feinfühlig für jegliche Art von Elektrosmog und fühlen sich schon bei geringen Belastungen unwohl oder bekommen sogar gleich Kopfschmerzen. Diesen Menschen kann ich nur empfehlen immer geschirmte Kabel, Leuchten und Geräte einzusetzen und auch mit Netzfreischaltungen zu arbeiten. Unter Umständen können sogar Abschirmungen gegen Elektrosmogstrahlungen aus Nachbarwohungen und Handymaster erforderlich sein. Nur so können sie sich ein möglichst gering durch Elektrosmog belastetes Umfeld schaffen. Sie sollten sich immer Rat und Hilfe bei einem Geopatholgen oder Baubiologen holen.
Am Arbeitsplatz ist die Verwendung einer geschirmten Schreibtischleuchte empfehlenswert. Bei der ist die Zuleitung geschirmt und das Metallgehäuse ordentlich geerdet. Außerdem wird auch das Leuchtmittel (Glühlampe oder Energiesparlampe) geschirmt. So wird nur sehr wenig Strahlung abgegeben. Auch sollte man nicht vergessen, alle Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen als geschirmte Ausführung zu verwenden. Die Zuleitung zum PC, Bildschirm und Drucker dabei nicht vergessen. So erreichen Sie schon ein ganz gute Reduzierung der belastenden Strahlung am Arbeitsplatz.






