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Leuchte oder Lampe – eine Begriffsklärung

Montag, 11. Juli 2011

Die Begriffe Leuchte oder Lampe werden gerne durcheinander gebracht. Da ich in meinen Artikeln immer wieder beide Begriffe verwende, will ich hier eine Klarstellung vornehmen:

Die Lampe ist immer das Leuchtmittel,
z.B.: Glühlampe, Energiesparlampe, Halogenlampe, Leuchtstofflampe, LED-Lampe usw.

Die Leuchte ist immer das Gehäuse um die Lampe,
z.B.: Deckenleuchte, Schreibtischleuchte, Pendelleuchte, Stehleuchte, Wandleuchte usw.

Mit diesem Wissen sollten Sie meine Artikel nachvollziehen können.

Lux, Lumen, Kelvin usw

Montag, 11. Juli 2011

Immer wieder werden mir ähnliche Fragen zur Beleuchtung gestellt. Die am häufigsten habe ich hier für Sie zusammengestellt und auch gleich  beantwortet.

> Wieviel  Lux hat eine vollspektrale Energiesparlampe?

Diese Frage kann man nicht einfach mit einem Wert, z.B. 500 Lux, beantworten. Dazu werden einige Informationen benötigt.

Der Wert in Lux gibt nur an, wieviel Helligkeit auf einer bestimmten Fläche vorhanden ist. Auch die Angabe des Lumen-Wertes (z.B. 630 Lumen) auf dem Leuchtmittel hilft da noch nicht richtig weiter.

Der Wert in Lumen gibt nur an, wieviel Licht eine Lichtquelle ( z.B. Energiesparlampe, LED usw.) abgibt. Der Wert sagt aber noch nichts darüber aus, wieviel Licht (in Lux) denn auf der Nutzfläche, zum Beispiel dem Schreibtisch, ankommt. Das hängt nämlich von 2 weiteren Faktoren ab. Man muss wissen, wie hoch die Lichtquelle über der Nutzfläche hängt. Je höher, desto weniger Licht kommt an. Außerdem muss man Wissen, in was für einer Leuchte die Lichtquelle steckt.  Denn jede Leuchte bündelt das Licht unterschiedlich stark. Wenn Sie die Energiesparlampe nur in einer einfachen Fassung betreiben, wird das Licht rund um die Lichtquelle im Raum verteilt. Auf dem Schreibtisch kommt nicht sehr viel davon an. Verwende ich die Energiesparlampe in einer Leuchte mit einem Schirm oder Reflektor, wird das Licht gebündelt und es kommt deutlich mehr Helliugkeit auf dem Schreibtisch an.

Es gibt für viele Leuchten lichttechnische Daten vom Hersteller, mit denen man dann die zu erwartende Helligkeit in Lux berechnen kann. Das gilt jedoch meist nur für Leuchten mit Leuchtstoffröhren, da diese sehr oft an Arbeitsplätzen eingesetzt werden und da braucht man  diese Angaben für die Lichtplanung. Für Leuchten im Privatbereich werden Lichtberechnugnen üblicherweise nicht angestellt. deshalb existieren für solche Leuchten (z. B. Pendelleuchten über dem Eßtisch usw.) keine lichttechnischen Daten. Die dienen halt mehr der Allgemeinbeleuchtung  oder Dekoration….

> Was bedeutet die Angabe Kelvin?

Kelvin ist die Angabe zur Farbe des Lichtes. Um Ihnen einen Eindruck von den Lichtfarben zu vermitteln, hier ein paar Beispiele:

Die gute alte Glühlampe hat zum Beispiel ca. 2700 Kelvin und wird von den meisten Menschen als “warmes Licht” empfunden. Das hat nichts mit der erzeugten Wärme einer Glühlampe zu tun sondern nur mit der Empfindung. Mit warmem Licht kann man Farben nur schwer erkennen bzw. nicht richtig zuordnen. Die Farbwidergabe ist also unnatürlich. Deshalb ist warmes Licht auch als Arbeitsbeleuchtung nicht geeignet.

Die meisten Leuchtstoffröhren, z.B. in Kaufhäusern und Büros, werden heute mit 4000 Kelvin verwendet. Diese Lichtfarbe kommt einem milden Weiß nahe und wird auch als universalweiß oder neutralweiß bezeichnet. Das sagt jedoch nichts über eine natürliche Farbwiedergabe aus. Auch bei 4000 Kelvin können wir Farben noch nicht richtig erkennen. Denken Sie mal an Ihre Einkäufe von dunklen Kleidungsstücken zurück. Sind Sie damit nicht auch schon oft ans Fenster oder nach Draußen gegangen, um die Farbe eindeutig zu erkennen? Zum Arbeiten ist universalweißes Licht also auch nicht so toll geeignet.

Ganz anders bei dem sogenannten Tageslicht- oder Daylight. Dieses Licht hat mindestens 5000 Kelvin oder mehr und ist damit schon sehr weiß. Dieses sehr weiße Licht wird jedoch  von den meisten Menschen als kühles Licht empfunden. Zum Sehen von Farben ist es damit aber besser geeignet als warmes oder universalweißes Licht. Für natürliches Farbensehen sind jedoch Vollspektrumlampen mit 5500 – 6000 Kelvin Farbtemperatur am besten geeignet. Das es dabei nicht nur auf die Farbtemperatur ankommt lesen Sie in diesem Blog in meinem Artikel “Was ich schon immer über Vollspektrumlicht wissen wollte“.

Welches Licht bzw. welche Licthfarbe Sie wo einsetzen hängt also wesentlich von dem Lichtbedarf und den Aufgaben ab. Warmes Licht für die gemütliche Atmosphäre und Vollspektrumlicht dort, wo Sie konzentriert und leistungsstark arbeiten wollen. Universalweißes Licht läßt sich zum Beispiel gut in Kellern und Lagerräumen oder Garagen einsetzen.

Alles klar soweit?

Elektrosmog und Licht im Alltag

Sonntag, 28. Februar 2010

Gib es Licht ohne Elektrosmog?

Ja, das Licht einer Kerze, einer Petroleumlampe oder das Licht eines offenen Feuers.

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Bei jedem mit Netzspannung erzeugtem Kunstlicht entsteht immer auch mehr oder weniger Elektrosmog. Das gilt auch für alle anderen elektrischen Geräte, z. B. Fernseher, Herd, PC, Kaffeemaschine, Kopierer, Kasse  usw. usw… Es sei denn, die Geräte oder Leuchten sind geschirmt.

Was wir häufig nur so als Elektrosmog bezeichnen läßt sich in mindestens drei Bereiche unterteilen. Die Untergliederung erfolgt in elektrische Wechselfelder, magnetische Wechselfelder und hochfrequente Felder.

Elektrische Wechselfelder entstehen überall dort, wo eine elektrische Spannung anliegt. Also z. B. besteht ein elektrisches Wechselfeld um jedes an den Stromkreis angeschlossene Elektrokabel – auch wenn kein Verbraucher (z. B. eine Glühlampe) angeschlossen ist. Diese Felder lassen sich relativ einfach abschirmen.

Magnetische Wechselfelder entsehen überall dort, wo durch ein Elektrokabel oder Gerät ein Strom fließt, das heißt konkret: wo ein Verbraucher (Glühlampe, Radio usw.) angeschlossen und in Betrieb ist. In diesem Moment können wir nun 2 Arten von Elektrosmog feststellen. Zum elektrtischen Wechselfeld kommt durch den Stromverbrauch noch das magnetische Wechselfeld hinzu. Diese magnetische Wechselfeld ist um so stärker, je mehr Strom fließt. Bei einer 100 Watt Glühlampe entsteht also ein stärkeres magnetisches Wechselfeld als wenn Sie nur eine 25 Watt Glühlampe angeschlossen hätten. Diese Felder lassen sich nur sehr schwer abschirmen.

Als 3. Art von Elektrosmog können wir die hochfrequenten Wechselfelder feststellen. Diese entsehen zum Beispiel durch Mikrowellengeräte, Schnurlos-Telefone, Handy´s, WLAN usw. . Diese erzeugen Frequenzen im Gigahertz-Bereich. Auch die Energiesparlampen mit einem EVG (elektronischen Vorschaltgerät) erzeugen Hochfrequenz, jedoch im Kilohertz-Bereich. Auch die hochfrequenten Wechselfelder lassen sich relativ einfach abschirmen.

Was kann man gegen Elektrosmog tun?
Der beste Schutz ist die Vermeidung von Elektrosmog. Auf Handy und Schnurlos-Telefon kann man vielleicht noch verzichten aber auf die elektrischen Geräte im Haushalt? …. wohl kaum. Wer will schon seine Speisen wieder auf einem offenen Feuer kochen? Deshalb gilt es die Belastungen durch diese Strahlungen so gering wie möglich zu halten.

Da wir heute in unserer hoch technisierten Welt täglich überall mit elektrisch betriebenen Geräten zu tun haben, bleibt uns deshalb nur zu überlegen:  Wie können wir den Elektrosmog reduzieren? Nutzen Sie geschirmte Leuchten sowie geschirmte Kabel und Mehrfachsteckdosen. Weitere Gedanken zu dem Thema finden Sie in meinem Artikel “Licht mit wenig Elektrosmog “.

Die wichtigste Maßnahme gegen Elektrosmog ist meiner Meinung nach jedoch ein entstörter Schlafplatz! Tagsüber können wir uns den Belastungen durch Elektrosmog nicht entziehen. Ob im Auto, am Schreibtisch, am Herd, an der Kasse im Supermarkt usw., überall bewegen wir uns mehr oder weniger in Elektrosmogfeldern.  Deshalb ist es wichtig einen entstörten Schlafplatz zu haben. Dann hat Ihr Körper die Gelegenheit während eines erholsameren Schlafes die Belastungen des Tages abzubauen und zu regenerieren. Übrigens:  Auch bei Bewegung in der freien Natur baut der Körper Strahlungsbelastungen ab.

Wenn der Körper auch nachts in einem Elektrosmogfeld ruht, kann er sich nicht richtig regenerieren. Ständige Müdigkeit und Leistungsabfall können die Folgen sein. Außerdem kann es langfristig sogar zu Therapieresistenzen kommen – Medikamente wirken nur kurz oder gar nicht mehr usw.

Mein Tipp:  Ziehen Sie auf jeden Fall zur Entstörung Ihres Schlafplatzes einen Fachmann (Baubiologen, Geopatholgen etc.) hinzu. Ein Elektriker kann zwar z. B. kompetent einen Netzfreischalter einbauen aber meistens nicht die Wirksamkeit überprüfen.