Landschildkröten ein Hobby für alle die Natur und Pflanzen lieben!

Es ist lange her; als kleines Kind hat mich mein Vater im Heidelberger Zoo auf eine der großen
Riesenschildkröten gesetzt. Seit diesem Tag hat mich die Faszination dieser Urzeittiere nicht mehr losgelassen. Viele Jahre galten die Schildkröten im Handel als „nicht mehr zu bekommen“ und als ich 10 Jahre alt war hatten meine Eltern es schon fast aufgegeben. Aber eines Tages hatten wir durch Zufall erfahren, dass es wohl doch wieder einige Jungtiere im Zoofachhandel gibt. Wir machten uns etwas kundig und erfuhren dass man sehr teure Lampen und etliches Zubehör braucht damit die Tiere gesund großwerden. Das war dann wohl eher ein Geschenk für Weihnachten (also etwas größeres). Ungünstig, da die Tiere ja um diese Zeit Ihre Winterstarre halten und so habe ich als Kind dann bis Ostern warten müssen.
Allerdings gab es um 1990 wenig Fachliteratur zu diesem Thema und somit musste ja etwas schief gehen.

Die Tiere sind zu schnell gewachsen und die Winterstarre war zu kurz, somit legte dann mein erstes Weibchen zu früh Eier und starb an Legenot. Man fütterte wie es im Buch stand Tomaten, Bananen und Salate, aber auch Wiesenkräuter. Einige Jahre später nach weiteren Schildkröten lernte ich immer mehr dazu und dann ging auch alles besser. Die Tiere machten 5 Monate Winterstarre. Sie wurden nur mit Wildkräutern von draußen ernährt. Sie hatten draußen ein beheiztes Frühbeet (Alltopverglasung was die UV-B Strahlung durch die Scheiben hindurch lässt) und somit hatte ich dann auch die ersten Jungtiere dank eines Brutapparates. Damit stellte sich dann die nächste Frage. Wo und wie zieht man die Kleinen am Besten groß ?
Am Anfang hatte ich einen kleinen Wärmestrahler um punktuell 35°C zu erreichen aber es war zu dunkel und die Pflanzen im Innenbereich sahen schon nach kurzer Zeit nicht mehr so wirklich schön aus. Sie sahen schon nach kurzer Zeit nicht mehr prickelnd gut aus und gingen dann auch immer recht schnell ein. Hier kam ich zum Glück an Info‘s zu UV-Vollspektrum Lampen. Mit deren Hilfe sind die Innenpflanzen wirklich gut gewachsen und haben dann sogar geblüht! Gerade bei Schildkrötenarten wie z.B. Indischen Sternschildkröten und Arten die keine Winterstarre halten aber viele Pflanzen wegen der Luftfeuchtigkeit im Terrarium haben sollten sind die Vollspektrum-Lampen zusätzlich optimal.

Ungeheuer wichtig ist die Versorgung mit genug UV-B-Strahlung, da ohne UV-B der Panzer der Tiere erweichen kann und sie letztlich davon krank werden. Sie brauchen Calcium z.B. von Eierschalen und zusätzlich ein gutes UV-Licht, sowie eine Wärmequelle zum Sonnen. Für ein Terrarium für z.B. zwei Indische Sternschildkröten oder auch jungen afrikanischen Pantherschildkröten würde ich bei 120cm Länge folgendes empfehlen: 1x Kombinationslampe mit 125 Watt mit UV-B und auf die andere Seite ein UV-Vollspektrum für den kühleren helleren Bereich – gerade für Pflanzen. Die Tiere brauchen einen trockenen und einen feuchten Bereich – gerade weil Sie wechselwarm sind müssen Sie zwischen verschiedenen Temperaturen hin und her wechseln können.

Falls Sie Fragen zur Haltung von Europäischen und Tropischen Landschildkröten haben sollten, helfe ich Ihnen gerne weiter.

Sabrina Lang vom Schildkrötenshop Terratuga aus Horkheim.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.